14. Februar 2022

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Schweizer Eisenbahn

Schweizerische Südostbahn (Chur)

Schweizerische Südostbahn (Chur)

Schweizerischen Südostbahn vereinigten Schweizerbahnen
Unknown authorUnknown author, Bahnhof St. Margrethen 1900, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Geschichte

Der Name Schweizerische Südostbahn trugen in der Schweiz mehrere Bahnunternehmen. Die Heute Existierende Schweizerische Südostbahn mit Sitz in St.Gallen entstand aus der Bodensee-Toggenburg-Bahn und der Schweizerischen Südostbahn mit Sitz in Wädenswil. In den 1850er Jahren gab es schon einmal deine Schweizerische Südostbahn mit Sitz in Chur, die hatte das Ziel eine Eisenbahn vom Bodensee durch die Ostalpen nach Italien zu bauen.  In diesem Abschnitt handelt es von der bündnerischen Schweizerische Südostbahn.

Die Geschichte der Schweizerischen-Südostban ist nicht so gradlinig verlaufen. Die ersten Bestrebungen eine Bahn durch das Rheintal zu bauen, gehen auf das Jahr 1836 zurück, als bei einer Versammlung in Rorschach über die eisenbahnfragen diskutiert wurde. Es gab unzählige Studien und Projekt für eine Bündner Alpenbahn nach Süden. Keines der Projekte wurde je ausgeführt und blieb sozusagen in Chur hängen. Auch in neuerer Zeit wurde eine Ostalpenbahn wieder politisch aufgenommen, als es darum ging eine Neue Alpen Transversale durch die Schweizer Alpen zu bauen, doch die Unterstützung war zu gering. 

Ostalpenbahn

Eine Transitlinie durch die Bündner-Berge konnte nie verwirklicht werden, auch wenn es über ein duzend Bahnprojekte gab, schaffte es kein Komitee einer Ostalpenbahn zu bauen. 

Eines der Aussichtsreichsten Projekte war das von 1845 für eine Lukmanier-Bahn. Im September 1845 gründete das Turiner-Komitee eine Gesellschaft mit dem Ziel eine Eisenbahn von Brissago am Lago de Maggiore an den Bodensee zu bauen. Die Gesellschaft sollte ein Gesellschaftskapital von 72Milionen Franken haben. An der Gesellschaft waren Bankhäuser aus Turin und Genua sowie Privatpersonen aus Belgien, Italien und aus dem Kanton Graubünden beteiligt. Um dem Projekt mehr Schub zu geben, schlossen sich die Kantone Tessin, Graubünden und St. Gallen zu einem Konkordat zusammen. Im Januar 1847 schlossen die drei Kantone einen Staatsvertrag mit dem Königreich Sardinien-Piemont, in dem die sich das Königreich verpflichtet eine Eisenbahnstrecke von Genua an die Schweizergrenze zu bauen. Sowie eine Finanzielle- und Politische Unterstützung für die Ostalpenbahn zu leisten. Das benötigte Kapital für die geplante Ostalpenbahn konnte die Initianten nicht auftreiben. Hautschuld an der nicht zustande kommen der Finanzierung waren die Unruhen, die in den Jahren 1848/49 in ganz Europa herrschten. 

Nach dem Sonderbunds-Krieg entstand 1848 der heutige Bundestaat, der anfänglich sich bei Eisenbahnwesen sehr zurück hielt. So ist es nicht verwunderlich das sich der Bundesrat nicht für eine Alpenbahn verpflichten wollte so scheiterte ein weiteres Lukmanier-Bahn Projekt mit einem 5-6km langen Scheiteltunnel im Jahr 1849. 

Bodensee-Wallensee-Chur-Bahn

Da ein zustande kommen einer Ostalpenbahn in naher Zukunft eher fraglich war, konzentrierte man sich für eine Eisenbahn vom Bodensee durchs Rheintal nach Chur und vom Walensee nach Sargans. 

Am 22.August 1852 luden die Kantone St.Gallen und Graubünden zu einer Konferenz in Bad-Ragaz ein. An der Sitzung sollte das weitere Vorgehen für eine zukünftige Bodensee-Walensee-Chur-Bahn koordiniert werden. Bereits im Oktober desselben Jahres trafen sich in Altstätten Eisenbahninteressierte, sie beschlossen ein Komitee zur Gründung der Schweizerischen Ostbahn zu Gründen. 

Die Schweizerische Ostbahn sollte ihren Firmensitz in Chur haben, das benötige Kapital sollte mehrheitlich von Privaten aufgebracht werden. Der Staat wurde auch als mögliche Geldquelle ins Auge gefasst. Das Gesuch für die Subventionen für die Schweizerische Ostbahn wurde zusammen mit dem Konzession Gesuch den beiden Kantonen St.Gallen und Graubünden zugestellt.

Die Baukosten für die Schweizerische Ostbahn wurde mit 12.6 Mio. Fr. Veranschlagt und eine Rendite von 3.8% für die Strecke von Walenstadt-Chur, für die Strecke durch das St.Galler Rheintal wurde nur eine Rendite von 2.8% errechnet.

Noch vor Weinachten 1852 trafen die Kantone Graubünden und St. Gallen eine Übereinkunft betreffend die Erstellung einer Eisenbahn von Rorschach-Chur und Walenstadt-Sargans. 

Die Schweizerische Südostbahn in Chur enstehen

Die Beiden Kantonsparlamente sprachen, einen Beitrag von je 2 Mio. Fr. für eine Eisenbahn zu. Auch bei der Erteilung von den benötigten Eisenbahnkonzessionen wurden zügig an eine noch zu gründende Gesellschaft erteilt. 

Die Nachricht das bald eine Eisenbahn vom Bodensee nach Chur und eine Linie vom Walensee nach Sargans entsteht wurde auch im Glarner-Land vernommen. Die Glarner Industriellen wollten da nicht abseitsstehen. Die Fabrikbesitzer trafen sich am 5.Dezember 1852 im Rathaus von Glarus, sie gründeten ein Glarner Eisenbahnkomitee, die das Ziel hatte die Eisenbahn in den Kanton zu bringen. Die Regierung nahm das Begehren zum Bau einer Eisenbahn nach Glarus auf, sie erarbeitete umgehend eine Vorlage aus. Über die Höher des Glarner Beitrags wurde heftig im Landrat und an der Landsgemeinde gestritten. 

Das Komitee einer Schweizerischen Ostbahn versammelte sich im Februar 1853 in Bad Ragaz um die Gründung der geforderten Eisenbahngesellschaft in die Wege zu Leiten. 

Um bei Eisenbahnlinie ein internationaler Anschein zu vermitteln, wurde die Gesellschaft in Schweizerische Südostbahn umbenannt. In den Statuten wurde das Ziel der Südostbahn Deutschland mit Italien zu verbinden niedergeschriebenen.

Da den Vätern einer zukünftigen Ostalpenbahn klar war das Chur nur als Zwischenhalt einer zukünftigen Ostalpenbahn ist. Deshalb wählten sie eine kluge Formulierung das die erste Sektion Rorschach-Chur, Sargans-Walenstadt-Rapperswil und Weesen-Glarus umfasst. Die zweite Sektion sollte von Chur zum Langensee geführt werden und Anschluss an das italienische und deutsche netzt gebaut werden. 

Um das benötigte Kaptal aufzutreiben, suchte das Komitee Geldgeber in ganz Europa, sie verfassten ein mehrsprachiges Inserat, in dem sie Investoren für die Schweizerische Südostbahn suchten. Die Mittel Beschaffung im Inland ging nur sehr schleppend voran, es beteiligten sich vornehmlich die Kantone und Gemeinden an der Südostbahn, aus Privater Hand wurde nur sehr wenig gezeichnet. 

Auf der Suche nach Investoren kam einen Kontakt zu englischen Investoren zustande. Die Engländer waren bereit die fehlenden Mittel aufzutreiben, sofern die Konzessionen für die Weiterführung der Bahnlinie Richtung Süden gesichert sind.

Im August 1853 konnte der Provisorische Verwaltungsrat der Schweizerischen Südostbahn einen Vertrag mit den Engländer abschliessen. Da nun die Finanzierung der Südostbahn gesichert war, konnte nun offiziell die Schweizerische Südostbahn mit Sitz in Chur gegründet werden.  

Das englische Konsortium war für den kompletten Bahnbau verantwortlich, sie verpflichtete die Bahn nach den Vorschriften der jeweiligen Kantone zu bauen. Sie waren ausserdem auch für das Betriebsmaterial und Mobiliar Anschaffungen verantwortlich.

Schon bald gab es Unstimmigkeiten zwischen der Südostbahn und dem Konsortium, der Bahnbau kam ins Stocken. Das Konsortium kam in Verzug mit der Zahlung der vereinbarten Summe für den Bahnbau. Um das ganze Vorhaben einer Bahn vom Boden- und Zürichsee nach Chur nicht scheitern zu lassen, ging der Verwaltungsrat auf die Suche nach neuen Investoren. 

In der französischen Hauptstadt Paris führte der Verwaltungsrat der Südostbahn Gespräche mit den Rotschilds. Die Rotschilds waren nur bereit sich Finanziell zu beteiligen, wenn sich die Südostbahn mit den St. Galisch Appenzellischen Eisenbahn und der Schweizerischen Nordostbahn zusammenschliessen.

Bau und Linienführung

Die Streckenführung der Südostbahn gab an manchen Orten zu reden, im Rheintal war eine schnurgerade Linienführung geplant.  Die Marktstadt Altstätten wollte das die Eisenbahnlinie näher an ihrer Stadt zu liegen kommt. Sie argumentierte nicht nur mit allen Politischen mittel, sondern zeichnete eine grössere Anzahl Aktien an der Südostbahn, um mehr Gewicht zu erhalten.

Die Bauarbeiten, die im Sommer 1854 begonnen wurden, gingen nur sehr schleppend voran. Die Pläne der einzelnen Abschnitte waren bei Baubeginn noch nicht komplett fertig gestellt, dazu mussten alle Pläne von den jeweiligen Kantonalen Behörden bewilligt werden.

Der Baugrund, auf dem die Eisenbahnlinie gebaut werden sollte, war für eine Eisenbahn nicht geeignet. Die Sumpfigen Böden mussten zuerst entwässert werden. Das Trasse wurden an vielen Abschnitten für die Doppelspur vorbereitet.

Das Misstrauen von Seiten der Südostbahn gegenüber dem englischen Konsortium wurde immer grösser. Die Verantwortlichen wurden hellhörig als sie hörten das die englische Baufirma in einem Prozess verwickelt sei, wegen liederlichen Bahnbaus. 

Auch nach dem sich die Südostbahn sich von den Engländern getränt hatte, musste der Bahnbau sich mit den mangelhaften Bauplänen auseinandersetzten. 

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