20. Februar 2022

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Schweizer Eisenbahn

Eisenbahn Normen

Eisenbahn Normen

Eisenbahn Normen
manfredrichter / Pixabay

Die Schweiz verfügt mit über 5000km ein sehr dichtes Eisenbahnnetzt. Die Normen der einzelnen Eisenbahnstrecken sind uneinheitlich. Neben der Spurweite der Eisenbahnschienen, gibt es auch unterschiede beiden Stromsysteme, Sicherungsanlagen oder bei den Kupplungen.  

Die Unterschiedlichen Normen sind unteranderem der Zeit und den finanziellen Möglichkeiten und der Technik geschuldet. 

Man kann auch nicht sagen, dass alle Wechselstrombahnen Normalspurig sind und alle Schmalspurbahnen mit Gleichstrom fahren, so einfach ist es nicht Bahnen in verschiedene Normgruppen zu benennen. 

Normal- oder Schmalspur

Das erste Eisenbahngesetz von 1852 sah für Eisenbahnstrecken eine Spurweite von 1435mm vor, diese Spurweite wird als Normalspur bezeichnet. Da waren die Normen noch recht einheitlich, ab dem Jahr 1872 sah das Gesetzt für Lokal- und Bergbanen die Möglichkeit mit einer abweichenden Spurweite zu bauen. Diese gesetzliche Änderung brachte einen grossen Schub von neuen Bahnlinien durch dünnbesiedelte Gebiete. 

Die erste Schmalspurbahn wurde im Kanton Waadt gebaut, 1873 wurde der erste Abschnitt der Heutigen Lausanne-Echallens-Bercher-Bahn eröffnet. Zwei Jahre später nahm die Schweizerische Gesellschaft für Localbahnen die Strecke von St.Gallen Winkeln nach Urnäsch. Die Localbahn Gesellschaft hatte ihren Namen später in Appenzellerbahn-Gesellschaft geändert. Anfänglich wurden Schmalspurbahnen im Ländlichen und Voralpinen Raum gebaut, erst Ende der 1880er Jahre wurden dann auch Bergbahnen in Schmalspur gebaut. 

Noch zu erwähnen ist, dass 1880, mit gerade mal mit 75cm Spurweite die Waldenburger Bahn eröffnet wurde. Mit der Übernahme der Waldenburger Bahn durch die Basel-Land Transport wurde entschieden die kleine Bahn auf Meterspur umzubauen. Der letzte Zug mit der alten Spurweite verkehrte im April 2021

Die Spurweite der Schweizerischen Bundesbahnen

Die Schweizerischen Bundesbahnen haben bei ihrer Gründung, auch eine Schmalspurbahn von der Jura-Simplon-Bahn übernommen. Die Meterspurige Brünig-Bahn, die zwischen Luzern und Brienz verkehrte und später bis nach Interlaken Ost verlängert wurde, war immer ein Fremdkörper im Getriebe der SBB. Mittlerweile ist die Brünig-Bahn aus den SBB ausgegliedert worden. Die Brünig-Bahn wurde im Jahr 2005 mit der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn zur Zentralbahn verschmolzen. 

Seit 2005 ist die SBB eine reine Normalspurbahn, sie ist nur an Schmalspurigen Bahnunternehmen beteiligt. Das SBB Logo ist aber nicht ganz von der Schmalspur verschwunden, die Fahrzeuge der Zentralbahn tragen auch das SBB Logo. Bei der ZB ist die SBB mit 66% der grösste Aktionär.

Strom

Die erste Bergbahn wurde in Normalspur ausgeführt, mit Hilfe eines Zahnstangensystem, das von Nikolaus Riggenbach entwickelt hat, führte von Vitznau auf die Rigi. Die nur ein paar Jahre jüngere Rorschach Heiden Bergbahn, wurde auch normalspurig und mit Zahnrad betrieben. Als die Bahnen elektrifiziert wurden, gingen die beiden Bahnen unterschiedliche Wege. Die Rorschach Heiden Bergbahn, elektrifizierte ihre Strecke mit Wechselstrom, das rührt davon das die RHB, ab dem Bahnhof Rorschach bis zum Hafen die Gleise der SBB mitbenutzte. Die Vitznau-Rigi-Bahn, die keinen direkten Netzanschluss zur Bundesbahn hatten, übernahmen bei der Elektrifikation die Normen der benachbarten Arth-Rigi-Bahn.

Viele Normalspur Bahnen die sehr führ elektrifiziert haben, mussten ihre Strecke ein zweites mal elektrifizieren. Die Burgdorf-Thun-Bahn war 1899 die erste Vollbahn von Europa, die elektrisch betrieben wurde. Sie elektrifizierte ihre Strecke mit dem Drehstromsystem, das das nur sehr wenige Bahnen in der Schweiz gewählt haben. Mit der zunehmenden Elektrifizierung des SBB Streckennetzt, wurde es immer mehr zum Hindernis, besonders in den Gemeinschaftsbahnhöfen der SBB. Anfangs der 1930er Jahre wurde die ganze Strecke der Burgdorf-Thun-Bahn auf Einphasen-Wechselstrom nach SBB Norm um elektrifiziert.

In den 1960er Jahren, wurde die Eisenbahn nach Engelberg auch auf das Wechselstromsystem der SBB umgestellt. Die Stansstad-Engelberg-Bahn verkehrte auch mit dem Drehstrom System. Die veraltete Bahn, die auch finanziell nicht auf gesunden Füssen stand, wurde durch das Bundesgericht in Liquidation geschickt. Für die Modernisierung wurde ein neues Unternehmen mit dem Namen Luzern-Stans-Engelberg-Bahn gegründet. Sie baute eine Strecke von Stansstad nach Hergiswil an die Schmalspurige Brünig-Bahn, die zu jener Zeit zur SBB gehörte. Die LSE übernahm weitgehend die Normen der Brünig-Bahn. Mittlerweile sind die Brünig-Bahn und die LSE zur Zentralbahn verschmolzen.

Das Kuriose-System, der Stiltal-Zürich-Uetliberg-Bahn

Uetliberg-Bahn Triebwagen Bahnland Schweiz
Zug der Uetliberglinie in Zürich Giesshühel

Wer am Zürcher Hauptbahnhof unter dem Shopvil, das Gleis 21 und 22 besucht hat, hat es bestimmt bemerkt das die einige Fahrzeugen von den übrigen unterscheiden. Das kommt daher, das nicht beide Linien der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn mit dem gleichen Stromsystem elektrifiziert wurde. Die frühere Bahngesellschaft Zürich Uetliberg elektrifizierte ihre Strecke mit Gleichstrom. Als die benachbarte Sihltalbahn ihre Strecke nach SBB Stromsystem elektrifizierte, war die Gleichstromfahrleitung auf der Gemeinschaftsstrecke Zürich Gieshübel nach Selnau ein Problem. Um den Konflikt zu lösen, wurde die Gleistrom-Fahrleistung seitlich versetzt. So ist es möglich beide Fahrleitungen über ein Gleis zu spannen. Dieses Zweiersystem Betrieb auf der gemeinschaftlich benutzen Abschnitt zwischen Giesshübel und dem Hauptbahnhof für oft zu Verspätungen bei den Zügen. Um die Anzahl Züge auf dem Abschnitt zu erhöhen wird die SZU die Strecke zum Uetliberg auf Wechselstrom umstellen. Die Triebzüge, die ab 2013 von Stadler-Rail geliefert wurden, können mit beide Systemen fahren und können nach der Umstellung weiter eingesetzt werden

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